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Serie: Rambuzzi geht in Pension
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Serie: John J.Rambuzzis Nachgedanken zum Ende (charlie)
John J.Rambuzzis geht in Pension


01:15; es regnet

I
ch sitze am Fenster und fummle in alten Papieren

Rückblick

Ich schaue mir gerade einige Videoclips an und frage mich allen Ernstes warum die Einen von dem Mist den sie produzieren leben können, und die Anderen ihre letzte Habe versetzen müssen um die Stromrechnung zu bezahlen.


Genau so hat es im Juli 2007 angefangen. Es regnet wieder und wir haben Juni 2010.
Dasselbe Wetter und dieselbe Zeit.
Hat sich was geändert.

„Nicht viel“ wird der eine oder der andere Denken.

Eigentlich nicht aber genau genommen eben schon.

Es wird ab Juli 2010 kein Blacksheep Magazine mehr geben.
Keine Reviews, keine Bandberichte, kein garnix.
Das ist bitter und lässt sich offensichtlich nicht mehr ändern.


01:20; es regnet immer noch

Na ja dafür haben wir jetzt Lena, die neue Grandprix-Königin,

Was das jetzt mit dem Blacksheep Mag zu tun hat fragst du?
Ja überhaupt nichts, und eben alles.

Es beantwortet alle Fragen von John J. Rambuzzi über Erfolg und Misserfolg.
Es beantwortet die Frage aller Fragen: „WARUM ?“

Zum Ende einer Ära bekomme ich doch noch alles auf den Tisch was mich seit
jeher immer interessiert hat.
Warum lassen sich die Instant Suppen der Firma A besser verkaufen als diejenigen der
Firma B.

Die Musikindustrie mit Suppen vergleichen, das geht doch nicht.

Natürlich geht das nicht wenn man keine Vorstellungskraft hat (haben doch die meisten nicht).
Braucht man auch nicht, gibt ja „Avatar“ und andere Fantasiespektakel die man sich per
Kino bequem reinziehen kann.
Ein Cine-Ice dazu, etwas Popcorn und man hat wieder gezeigt dass man Online ist
und die fantastische Welt versteht.


01:40; tristesse pur

Ich gebe auf!
Ich will nicht mehr.
Immer wieder habe ich geglaubt, das es die Arbeit ist die Erfolg bringt.
Arbeit und immer wieder Arbeit.
Mitnichten liebe Freunde an den Volksempfängern.

Die neue Chefin des Grandprix zeigt es uns ganz anders.
Kaum des Singens mächtig schlängelt sie sich als neue deutsche Sprechnudel mit „AI AI AI“, (das ist die coole Aussprache von „I“) und rhythmisch wie ein Scheunendrescher durch den Song.
Total von der Musik gefangen ist sie eins mit dem Universum.
Und jeder findet das toll und supernatürlich.

Nichts an diesem Girlie ist echt.
Nicht mal ihr Schweiss.

Und Onkel Franz hat absolut Recht, Die Musik ist eine Sache die man einfach nicht begreifen kann.

200 Millionen können sich doch nicht irren.
200 Millionen wissen doch was cool ist.

Vielleicht täusche ich mich auch völlig und die Dame ist echt und lebt Ihre Musik.
Getragen von Stephan dem Raben und seinen Gehilfen.
(Auch im nächsten Jahr wird sie es richten wollen lese ich grad im Teletext)

Genau hier liegt das grundsätzliche Problem der Industrie.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht mehr in der Kunst sondern in der Anpassung.
Den Weg über den Keller kann man sich sparen.
Einfach das machen was die Obrigkeit gerne will und schon läuft es.

Somit sind die letzten 50 Jahre musiktechnisch gesehen abzuhaken.
Das Establishment hat gesiegt und die Gesellen des rauschenden Tones haben
sich wieder in den Stall zurück begeben.
Wie Kühe warten sie auf den Morgen damit die Melkmaschinen ihre Arbeit beginnen können.

Muhhhhhh!!!!!


02:00; Extravaganzen

Ich öffne eine teure Flasche Wein und hänge sie gleich an.
Die Stimmung hebt sich Augenblicklich.
Eine warme Welle des Wohlseins lässt meine Extremitäten schwer werden.
Preiset den Herrn!


03:00; der Entschluss

Ich werde bei Huber & Suhner anfragen ob der Hilfsbuchhalterjob doch noch zu haben ist.
Vielleicht ist ja Frau Oberhänsli bereit mich wieder zu nehmen.
Zum halben Gehalt versteht sich; aber eben nur vielleicht.
Wie hatte ich mich auch nur auf eine solche Sache einlassen können.
Den Job schmeissen und dann nach Nashville und die Kohle der Familie versumpfen.
Ich sehe alles klar jetzt.
Onkel Franz wird mir weiterhelfen meine Existenz wieder zu richten.
Lobet den Herrn!


04:00; Bye Bye Rambuzzi

Auf der Festplatte bin ich unter C:Spezielles abgelegt
Ein virtueller „Schnurri“ der gemeint hat die Regeln der Industrie zu kennen und sie auszuhebeln.
Ein Massloser dem jetzt seine Grenzen aufgezeigt worden sind.
Für meine Elaborate die keiner Lesen wollte will ich mich jetzt hier entschuldigen.
All den Ärger den ich euch gebracht habe…..

Als kleine Entschuldigung habe ich mein letztes Werk „No Remarks“, eine überlange
Tonschachtel ohne eine wirkliche Aussage zum Download zurückgelassen.

Nehmt es mir nicht übel …….

Format c:/s

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